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Kreuzfahrt klein und fein mit der Hanseatic Nature

Im Juni 2026 waren wir 10 Tage auf Schiffsreise mit der Hanseatic Nature im hohen Norden unterwegs. Die Route führte von Dublin bis Reykjavik über West-Schottland, die Hebriden und die isländische Südküste. Wir erlebten eine Mischung aus wilder Landschaft, mit Sonne, Wind, Regen und Wolken, vielen Schafen und manchen Menschen. An Bord erlebten wir Entspannung im Spa, Fitness beim täglichen Trainingsprogramm und kulinarische Freuden in den 3 Restaurants.
Dublin

Wir gehen am 06.06.2026 an Bord der Hanseatic Nature und brechen auf zu unserer Expeditions-Kreuzfahrt „Wildes Schottland und Island“. Nur ca. 200 Passagiere reisen mit diesem kleinen und feinen Schiff. Wir beziehen unsere Kabine und bald schon heißt es „Leinen los“ und unser Abenteuer beginnt. Bei herrlichem Sonnenschein und einer ordentlichen Brise stehen wir mit Daunenjacke und Sonnenbrille am Bug und genießen die Ausfahrt aufs offene Meer.
Bald schon dinieren wir zum ersten Mal im Hanseatic Restaurant und werden mit einem köstlichen 7-Gänge Menü verwöhnt. Wir studieren die Weinkarte und finden einige feine Tropfen die wir in den nächsten Tagen probieren möchten. Im Anschluss gibt es einen Expertenvortrag über Schottland und die kommenden Tage unserer Reise.
Wir schauen frühmorgens aus dem Fenster – und das ist eine Insel. Wer rechtzeitig aufgestanden ist, hat schon die Vogelwelt vom Nature Walk am Bug des Schiffes erleben können. Wir begeben uns erstmal zum Frühsport. Trainerin Susanne bietet ein bis zweimal am Tag 30-minütige Workouts an, so bleiben wir fit und geschmeidig – und das Frühstück schmeckt viel besser.
Es ist immer etwas los, am Nachmittag brechen wir zum ersten Mal mit den Zodiaks auf und erkunden die kleine Insel…..
Nach der Zodiak-Tour und viel frischer Luft, tut es gut sich im Spa zu entspannen. Eine große Sauna mit Panorama-Fenster heizt uns ein, an einem kleinen Bereich an Deck kühlen wir uns wieder ab. Ein kleines Nickerchen im Ruheraum und schon lockt der nächste Gang.

Fort William

Am nächsten Morgen passieren wir den Loch Linnhe bei bestem Sonnenschein. Wie schön, dass wir das von unserer Balkonkabine aus im Bademantel genießen können. Bald schon liegen wir vor Fort William. Wir haben uns zu einer kleinen Wanderung in die Highlands entschlossen und erreichen den Ausgangspunkt per Taxi. Der Taxifahrer erzählt uns, dass es die letzten Tage herrlich warm war und die Leute im Fluss gebadet hätten. Ich frage, wie warm?. So 16 Grad seien es schon gewesen meint er schmunzelnd. Tja, die Schotten sind da schmerzfrei. Die Highlands erleben wir mit einem Mix aus Sonne, Regen, Wind und vielen Schlammlöchern, es ist sehr grün und hügelig, wir treffen kaum andere Wanderer.
Mit dem Zodiak kommen wir wieder zurück an Bord. Wir fühlen uns schon recht akklimatisiert und stellen fest, dass Regenjacke und Mütze die wichtigsten Accessoires sind.

Iona und Lunga

Heute steht eine Wanderung mit dem Geologie Experten Dr. Florian Stark auf dem Programm, wir wurden bereits darauf vorbereitet, dass wie Tour sumpfig werden kann, das haben wir ja gestern schon in den Highlands geübt, so starten wir frohen Mutes unsere Exkursion. Wir erreichen die Insel Iona mit den Zodiaks, wo wir einen recht hübschen Ort und die berühmte Abtei vorfinden, und starten gleich unsere Tour. Vorbei an vielen grünen Weiden mit vielen Schafen erreichen wir nach kurzer Zeit einen schönen Strand. Es beginnt zu nieseln, also Regenjacke zu, Kapuze aufsetzen. Weiter geht’s durch grüne Wiesen, zum Teil recht saftig, hin und wieder bleiben wir in der feucht-nassen Gras-Torf Landschaft stecken. Knöchelhohe Schuhe oder die Gummistiefel, die wir am ersten Tag erhalten haben, wären nun von Vorteil. Wir erreichen einen Steinbruch aus dem letzten Jahrhundert, die verrosteten Gerätschaften stehen noch da. Zurück geht’s wieder durch Sumpf, Torf und Wiesen in den Ort. Es bleibt noch Zeit für den Besuch der Abbey und zu Mittag sind wir wieder an Bord.
Am Nachmittag folgt schon das nächste Highlight: Blauer Himmel und die Insel Lunga – hier leben die possierlichen Papageitaucher. Wir können die putzigen Vögel aus nächster Nähe beobachten. Manche nennen sie die Pinguine des Nordens und irgendwie stimmt das auch.

St. Kilda

Eine landschaftlich sehr schöne Strecke liegt vor uns. Vorbei an wilden Canyons und bergigen Wüstenlandschaften kommen wir nach Solitaire, wo es angeblich den besten Apfelkuchen Namibias gibt. Natürlich müssen wir den probieren - er schmeckt wirklich köstlich. Weiter über den Gaub-Pass erreichen wir nach ein paar Stunden Walfish-Bay wo wir einige Flamingos sehen. Am Atlantik entlang fahren wir nach Swakopmund, dem heutigen Etappenende. Hier in Swakopmund ist es angenehm kühl. Irgendwie erinnert mich dieser Ort an Sylt.
Abends essen wir im The Tug Restaurant Fisch und Austern. Lecker. Übernachtung im Ti Melen Boutique Guest House.

Swakopmund - Damaraland

Wieder ein langer Fahrtag mit einigen schönen Pausen. An der Küste Richtung Norden finden wir ein Schiffswrack vor, welches hier 2008 gestrandet ist. Ein wunderbares Fotomotiv. Die Luft ist noch kühl und frisch. Weiter Richtung Nordost erreichen wir nach ein paar Stunden die Onduli Ridge Lodge - traumhaft gelegen inmitten der Granitfelsen. Hier genießen wir ein exzellentes Mittagessen, bevor es weitergeht zum Twyfelfontain Adventure Camp, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen werden. Mit einem Sundowner im Camp Kipwe beenden wir den Tag.

Damaraland und die Wüstenelefanten

Damaraland - was für eine tolle, urige, wilde Landschaft.. Wir begeben uns auf die Suche nach Wüstenelefanten. Die Tiere haben sich im Laufe der Zeit an die trockene Umgebung angepasst. Unser Guide Franco geht die Sache systematisch an und sucht zunächst nach Spuren und Dung. Bald entdecken wir einen einzelnen, wahrscheinlich schon älteren Bullen im Schatten einer Akazie. Wir treffen auf Strauße, Giraffen und Springböcke bis wir eine ganze Elefanten-Herde entdecken. Was für ein friedlicher Anblick!
In De Driet, einem nahegelegenen Dorf, kaufen wir selbstgemachten Schmuck und erfahren mehr über das Zusammenleben der lokalen Bevölkerung mit den Tieren. Ein tierisch schöner Tag.

Bye bye Damaraland

Gestern Abend erklärte uns Guide Franco noch den Sternenhimmel. Mit den Laserpointer zeigte er uns fremde Galaxien, die bekanntesten Sternbilder und Planeten der Südhalbkugel. Nach einer kühlen Nacht besuchen wir die Felsgravuren der San in Twyfelfontain und machen uns auf den Weg zum Etosha Nationalpark. Wir verlassen das wunderschöne Damaraland, die Landschaft wird karger und flacher, schließlich kommen wir nach Outjo, wo wir in der Bakery zu Mittag essen. Nur noch 1 1/2 Std. bis zur Oberland-Lodge. Dort angekommen werden wir sehr freundlich mit Blubberwasser begrüßt und bewohnen äußerst luxuriöse Zeltbungalows mit Blick auf die Steppe und das Wasserloch. Abends treffen sich hier Nashorn und Gnu zum gemeinsamen Sundowner. Wir dürfen als Zaungäste das Treiben beobachten...

Etosha Nationalpark

Der Höhepunkt einer jeder Namibia-Reise ist sicher der Besuch des Etosha Nationalparks. Früh brechen wir auf, zum Park-Eingang sind es ca. 20 Minuten Fahrt. Heute ist Pirsch total angesagt und wir lernen verschiedene Gebiete dieser riesigen Salzpfanne kennen. Am Vormittag sehen wir auch ein paar Tiere, wie z.B. Erdhörnchen und verschiedene Vögel, Antilopen, Zebras und Giraffen. Die Landschaft ist flach und sehr trocken. Mittags kehren wir zurück in die Lodge um uns auszuruhen, am späten Nachmittag brechen wir nochmals auf. Jetzt sehen wir die riesigen afikanischen Elefanten. Nur einen Meter hinter unserem Fahrzeug laufen sie leisen Schrittes vorbei. Erhaben wandern die beiden zum nächsten Wasserloch. Eine Giraffe, die gerade dort säuft, macht sich vom Acker. Ganz still sind wir und beobachten das Schauspiel. Nach einer Weile fahren wir weiter. An einem anderen Wasserloch finden wir einen Löwen. Vom weiten kommt eine Löwendame, die beiden begrüßen sich. Sie trinkt während er aufpasst...

zurück nach Windhuk

Nach dem großen Finale im Etosha Nationalpark geht es zurück nach Windhuk. Im Okonjima Game Reserve legen wir einen Mittags-Stopp ein. In diesem 222.000 km² großen Reservat befindet sich die Africat Foundation welche sich für den Schutz von Leoparden, Hyänen und dem empfindlichen Gürteltier einsetzt. Am späten Nachmittag erreichen wir Windhuk, es ist sehr heiß, selbst nachts zeigt das Thermometer noch 33 Grad. Grund genug den Durst in Joe's Beerhouse zu löschen. Hier erleben wir Biergarten auf afrikanisch - herrlich. Morgen geht unser Flug zurück nach Deutschland und nehmen viele schöne und unvergessliche Erinnerungen mit. Namibia bleibt in meinem Herzen.

Mein Fazit:

Namibia ist das ideale Reiseziel für Natur- und Tierliebhaber. Die Landschaft schimmert in allen möglichen Erdfarben und die Sonnenuntergänge sind einfach unvergesslich. Mit dem Sundowner - traditionell ein Gin-Tonic - haben wir jedem Tag einen gebührenden Abschluss verliehen. Man kann eine Selbstfahrer-Tour buchen oder wie wir als private kleine Gruppe mit Guide unterwegs sein. Wir waren in der Nachsaison unterwegs, wer es nicht so heiß mag, der reist gut in unseren Sommermonaten Juni-September. Ich empfehle ich eine frühzeitige Buchung, so können wir die schönsten Lodges für Euch reservieren.

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Michaela Gampenrieder
Geschäftsführerin

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